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BMW R 1100 S

Auch von vorne eine perfekte Erscheinung


Die Bremsen sind ausreichend dimensioniert und sorgen für schnellen Stillstand


Auch bei der Fahrt macht sie eine perfekte Figur


Der Doppelauspuff zeigt den Gegnern die Zähne


Auch mit den Koffern kann die R1100S mit perfektem Fahrverhalten punkten


Die R1100S - Auch in nebeliger Umgebung immer wieder nett anzusehen

Die R 1100 S
Der Sporttourer von BMW

Mit der R 1100 S hat BMW einen hervorragenden Sporttourer im Angebot, der in diesem immer größer werdenden Marktsegement eine äußerst komfortable Alternative darstellt.
Eine gemütliche Herbstausfahrt war genau der richtige Zeitpunkt, um die Sport- und Tourenfahrereigenschaften des Boxers einem gründlichen Test zu unterziehen.

Eines vorweg: Es gibt agilere und schnellere Motorräder, keine Frage, den Spagat zwischen dem bequemen Dahingleiten mit Koffern und Sozia und dem aktiven Kurvenräubern im Solobetrieb vermag die R 1100 S allerdings hervorragend zu meistern.

Fahrwerk

Das Fahrwerk ist schon fast BMW-typisch excellent. Schlechte Straßenbeläge, Bodenunebenheiten oder andere Widrigkeiten werden souverän ausgebügelt, je nach einfach einstellbarer Voreinstellung der Federbeine erhält der Fahrer eine direkte oder eine eher gedämpfte Rückmeldung des jeweiligen Straßenzustandes. Zielgenau lässt sich das Motorrad in die Kurven dirigieren, ohne störrisch zu wirken. Die Freiheit zur Schräglage ist ausreichend vorhanden, im normalen Straßenbetrieb werden die Fußrasten wohl keine Kratzspuren erhalten können. Einziges kleines Manko: Starke Lastwechsel (schnelles Herunterschalten, aprupte Gaswegnahme) verleiten das Hinterrad zum leichten Ausbrechen, ohne jedoch auch nur im Ansatz gefährlich zu werden.

Motor

Aus knapp 1100 cm³ werden knapp 100 PS (72 kW) mobilisiert, die der 1100 S über das gesamte Drehzahlband ausreichend Leistung bescheren. Die Motorcharakteristik ist sportlich ausgelegt, obwohl schon bei niedrigeren Drehzahlen ordentliche Kraft abrufbar ist, entfaltet sich die ganze Kraft etwa ab 6.000 Touren, was in den obersten Drehzahlregionen dann allerdings mit einigen Vibrationen verbunden ist. Die Höchstleistung liegt bei 7.500U/min an, das größte Drehmoment von 97 Nm erreicht die S schon bei 5.750 U/min. In Kombination mit dem für BMW-Verhältnisse recht niedrigen Gewicht von knapp 230 Kilo sorgt dies für flottes Weiterkommen sowohl auf Bundesstraßen als auch auf den manchmal erforderlichen Autobahnen. Ein geregelter Katalysator reinigt die Abgase, bevor sie durch den optisch markanten Auspuff ins Freie geleitet werden.

Getriebe

In kaltem Zustand ist es (BMW-typisch) recht hakelig, vor allem mit dem Finden des Leerlaufs hat man die ersten Minuten leichte Schwierigkeiten, ist das Öl allerdings einmal warm gefahren, gibt es nichts mehr auszusetzen. Die Gänge wollen (auch BMW-typisch) mit Bestimmtheit gewählt und bedient werden, sehr selten ist es passiert, dass bei schnellen Schaltvorgängen vor allem zwischen den höheren Gängen (5 und 6) ein Leerlauf statt des erhofften sechsten Ganges gefunden und eingelegt wurde. Mit der gelungenen Abstufung der Gänge passt sich das Getriebe der Maschinen und Motorcharakteristik sehr gut an.

Bremsen

Die Bremsen sind wie es sich für einen Sporttourer gehört, ebenfalls excellent. Auch im Soziusbetrieb mit Zuladung und im bergab Betrieb braucht man an nachlassende Bremswirkung keinen Gedanken verschwenden. Sehr empfehlenswert ist das ABS, es nimmt der mitunter doch kräftig zulangenden vorderen Doppelscheibenbremse die Gefahr des Blockierens und vermittelt einfach ein sichereres Gefühl, das Motorrad auch mit zwei Fingern leicht und schnell zum Stehen zu bringen.

Fazit

Auch für einen Sporttourer hat BMW den Komfort hoch gehalten, die Sitzposition ist eher auf der entspannten Seite. Wem der Lenker trotzdem noch zu niedrig liegen sollte, dem ist mit einer Lenkererhöhung geholfen.

Der Windschutz ist auch für einen großen Fahrer ausreichend, Soziusbetrieb ist ermüdungsfrei auch auf längeren Strecken durchführbar, das Koffersystem ist tadellos (einzig die Optik des sonst schlank wirkenden Motorrades wird dadurch natürlich ein wenig getrübt).

Der Verbrauch liegt etwa bei 5,5 Litern, plus/minus einem Liter je nach Fahrweise, was mit dem 18 Liter Tank immerhin eine Reichweite von über 300 Kilometern ergibt.

Ein gelungenes Motorrad, das weder einem Supersportler á la Hayabusa noch einem Luxustourer á la K 1200 LT Konkurrenz machen kann, wer allerdings beides in einem Gerät vereint haben will, sollte der R 1100 S mehr als nur einen flüchtigen Blick zuwerfen.

Datum der letzten Änderung: 2.10.2006

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