


In Zeiten des immer größeren Hubraumes wurde ihr nach langen Jahren auch hier eine "Kur" verpasst, mit knapp 650 ccm ist sie nun in die Klasse der ersten Africa Twin aufgestiegen.
Der nun 40,5 kW (55 PS) leistende Motor ist eine Weiterentwicklung des schon 1988 in die damalige Twin eingebauten 650-er Motor, auch in der Deauville kommt er nahezu unverändert zum Einsatz. Langjährige Erfahrung und Weiterentwicklung bescheren dem flüssigkeitsgekühlten Zweizylindermotor eine nahezu perfekte Agilität. Leicht dreht er in die oberen Drehzahlbereiche, sein größtes Drehmoment liegt nun schon bei 5.500 Umdrehungen an.
Die beim Fahren entstehenden Abgase werden mit einem ungeregelten Katalysator gereinigt, EURO-1 konforme Werte waren das Ziel, das dadurch auch erreicht werden konnte.
Der Verbrauch der Transalp liegt um die 5,5 Liter, je nach Fahrweise kann der Wert durchaus um eineinhalb Liter darunter, aber auch darüber liegen.
Den Gegensatz zu den Motorenwerten stellen meistens die Bremsen dar, die die schnell aufgebaute Geschwindigkeit auch wieder dosiert und schnell abbauen sollen. Hier vertraut Honda ebenso auf Bewährtes, eine doppelte Scheibenbremse vorne sorgt in Kombination mit der 240mm großen Hinterradbremse für die notwendige Verzögerung. Leider hat Honda bisher auf den Einbau eines ABS und des Dual Bremssystems verzichtet, was auch am Preisniveau dieser Klasse liegen kann.
Verbessert wurde auch der Rahmen, der nun etwas steifer ausgefallen ist. Dadurch liegt die Transalp besser in den Kurven, Fahrten mit Sozius und voller Beladung sind nun auch auf schlechteren Strecken kein nennenswertes Problem mehr. Generell haben die Ingenieure ganze Arbeit geleistet, trotz der Weiterentwicklung beim Wind- und Wetterschutz konnte das Gewicht um fünf Kilogramm gesenkt werden. Dabei hat sie aber nichts von ihrer Allroundtauglichkeit eingebüßt, einfach fahren kann hier die Devise lauten. Auch wer zum ersten Mal mit einer Transalp unterwegs ist, findet alles an einem gewohnten Platz, ergonomisch liegen die Spiegel, die Armaturen und das Cockpit genau richtig.
Auch der Sozius kann äußerst bequem mitfahren, die Sitzbank ist ausreichend dimensioniert und ermöglicht es auch längere Strecken ermüdungsfrei zurückzulegen. Unterhalb des Sitzes wurde ein kleines, aber feines Staufach eingerichtet, in dem zur Not auch ein klein zusammengelegter Regenschutz Platz finden kann.
Die Ausstattung, die unter anderem auch einen Diebstahlschutz umfasst, kann nun durch zahlreiche Features aufgerüstet werden. So sind nun neben dem Gepäcksystem beheizbare Lenkergriffe erhältlich, auch eine Stereoanlage hat Honda nun im Programm. Einziger Nachteil: Durch den Einbau der Anlage im Topcase kann dieses nicht mehr schnell demontiert werden. Wer allerdings ohnehin laufend seinen Helm darin unterbringt, wird damit auch kein größeres Problem haben.
| Motor | Flüssigkeitsgekühlter 52°-V2-Viertaktmotor, SOHC, 6 Ventile | Endantrieb | Kette | |
| Bohrung x Hub (in mm) | 79 x 66 | Abmessungen (LxBxH, in mm) | 2.260 x 920 x 1.315 mm | |
| Hubraum | 647 ccm | Radstand (in mm) | 1505 | |
| Verdichtung | 9,2 : 1 | Sitzhöhe (in mm) | 843 | |
| Gemischaufbereitung | 2 Gleichdruck- Flachschiebervergaser mit 34-mm-Ø | Bodenfreiheit (in mm) | 192 | |
| Max. Leistung | 39 kW (53 PS) bei 7.500 min-1 (95/1/EC) Drosselbar auf 25kW (34 PS) |
Tankinhalt | 19 Liter | |
| Max. Drehmoment | 55 Nm bei 5.500 min-1(95/1/EC) Drosselbar auf 51 Nm bei 2.750 min-1 |
Bereifung | vorn: 90/90-21 hinten: 120/90-17 |
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| Zündung | Transistorzündung | Radaufhängung | vorne: 41 mm Teleskopgabel hinten: Pro-Link-System mit einstellbarer Druckstufendämpfung |
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| Starter | Elektrostarter | Bremsen | vorne: 256-mm-Ø Doppelscheibenbremse mit Zweikolbenbremszangen hinten: 240-mm-Ø Einscheibenbremse mit Einkolbenbremszange |
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| Getriebe | 5 Gänge | Trockengewicht | 192 kg |
Datum der letzten Änderung: 29.3.2006
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