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Honda Transalp 2004

Nach der kompletten Überarbeitung im Design und der Technik im Jahr 2000 (siehe Testbericht) hat Honda für das Modell 2004 wieder einige Merkmale verbessert. Hier vorerst die Information, die Honda Österreich über die neue Transalp herausgegeben hat, wir bemühen uns natürlich, die neue Transalp einem Test zu unterziehen und unsere Erfahrungen danach hier zu veröffentlichen.

Bei ihrer Premiere in der europäischen Motorradszene im Jahr 1987 setzte Hondas Transalp in der Kategorie On-/Off-Road ganz neue Zeichen in der bis dato von leistungsorientierten Sportmaschinen und reinen Straßenmaschinen dominierten mittleren Hubraumklasse. Die Transalp trug die Gene der Paris-Dakar-Bikes, die durch ihre Teilnahme an der Neujahrsrallye über den rauen afrikanischen Kontinent gerade äußerst populär geworden waren. Neben ihrer angeborenen Abenteuerlust überzeugte sie auch durch eine sehr komfortable Ergonomie und zuverlässige Leistung auf und abseits der Straßen.

In der dritten Generation - nach einer vollständigen Überarbeitung des Designs und der Konfiguration im Jahr 2000 - nimmt die Transalp auch heute eine eigenständige Stellung im Segment der Adventure-Touring-Maschinen ein. Schnittig und attraktiv, mit kompakter, gut schützender Frontverkleidung und Windschutzscheibe, einem leistungsfähigen, vielseitigen Motor und leichtem Handling trägt die Transalp ihren Fahrer auch bis in die entferntesten Winkel des Kontinents.

Die Transalp bezieht ihre eindrucksvolle Power von einem schlanken, soliden flüssigkeitsgekühlten 650-cm³-V2-Motor, der sowohl die kraftvolle Leistungsabgabe im unteren Drehzahlbereich für Alpentouren im Soziusbetrieb mit vollem Gepäck, als auch die Laufruhe im oberen Drehzahlbereich für längere Autobahnfahrten liefert. Für wendiges, zuverlässiges Handling in der Stadt und abseits der Straßen sorgen die gut ansprechende Vorder- und Hinterradaufhängung mit langen Federwegen und die sportlichen Mehrzweckreifen der Transalp, während drei Scheibenbremsen eine zuverlässige Verzögerung gewährleisten.

Farbkonzept

2004 ist die neue Transalp in drei verschiedenen Farbvarianten erhältlich. Ein neues Perlmuttblau mit kontrastierendem Silbermetallic betont die Vielseitigkeit der Transalp. Das unaufdringliche, neue Schwarzmetallic verleiht ihr urbane Eleganz, und in glänzendem Silbermetallic beweist sie nordeuropäisches Stilgefühl mit einem modernen, attraktiven Look.

Neuer, als Zubehör erhältlicher, niedrigerer Sitz

In den letzten paar Jahren finden in Europa immer mehr Frauen Spaß am Motorradfahren. Unter diesen Einsteigerinnen erfreut sich die Transalp erstaunlicherweise ebenso wachsender Beliebtheit wie unter erfahreneren Motorradfahrerinnen, die auf der Suche nach einer Maschine sind, die ihnen mehr Fahrvergnügen bietet und sich bequem handhaben lässt. So eindrucksvoll die Liste der bewährten Qualitäten der Transalp auch sein mag, oft reicht dies nicht aus, um die Herzen dieser neuen wichtigen Zielgruppe zu erobern.

Zwar wächst die Zahl der Motorradanhängerinnen ganz ohne Zweifel, oft können diese potentiellen zufriedenen Besitzerinnen und Fahrerinnen aufgrund fehlender Körpergröße (gemessen an der Schrittlänge) das Motorradfahren jedoch nicht voll genießen.

Kleinere Fahrerinnen und Fahrer stellen beim ersten Probesitzen auf ihrer neuen Wunschmaschine oft enttäuscht fest, dass sie den Boden nicht bequem mit den Füßen erreichen können. Da verlieren dann auch andere Argumente und der vielleicht ersehnte Fahrspaß schnell an Gewicht. Erreichen kleinere Fahrer mit den Zehenspitzen gerade eben den Boden, sorgt dies wohl kaum für ein Gefühl von Sicherheit bei Ampelstopps oder beim langsamen Manövrieren durch dichten Verkehr.

Damit kleinere Fahrer und Fahrerinnen das von der Transalp gebotene Fahrvergnügen unbeschwerter genießen können, entwickelte das Transalp-Team eigens für diese Zielgruppe eine als Zubehör erhältliche niedrigeren Sitzbank, die ein besseres Erreichen des Bodens ermöglicht. Sie besteht im Wesentlichen aus der gleichen Kunstharzschale wie die Sitzbank des Standardmodells, wobei die neue einteilige Tandemsitzbank die Sitzhöhe nicht nur um ganze 30 mm reduziert, sondern ihr schlankeres, abgerundeteres Profil ermöglicht auch ein einfacheres, entspannteres Erreichen des Bodens mit den Füßen im Stand. Die geringere Sitzhöhe und schmalere Form der neuen Sitzbank bietet einem breiten Fahrerspektrum einfacheres Handling und mehr Komfort und erleichtert so den Zugang zum Fahrvergnügen und den Touringqualitäten der Transalp.

Die neue Sitzbank wurde ebenso wie die umfangreiche Zubehörpalette für die Transalp von der Honda Access Corporation entwickelt. Um die niedrige Sitzbank zu montieren, wird die Standardsitzbank einfach mittels Zündschlüssel entriegelt und abgenommen und die neue Sitzbank aufgeschoben. Die Standardsitzbank lässt sich jederzeit wieder montieren.

Neue Dauerlichtschaltung und Warnblinklicht

Ab sofort ist die neue Transalp mit einer Dauerlichtschaltung ausgestattet. Den Platz des Scheinwerferschalters im linken Schalterblock hat ein neuer Schalter für das Warnblinklicht eingenommen.

Neuer Korrosionsschutz

Über die Jahre hat sich zweifellos gezeigt, dass die Transalp für die bequeme und zuverlässige Bewältigung langer Strecken ausgelegt ist. Um ihre langfristige Zuverlässigkeit noch weiter zu erhöhen und sie besser vor Korrosion zu schützen, erhielten bestimmte Komponenten wie die Speichen, Speichennippel, Bremsscheiben und einige andere Teile einen optimierten Korrosionsschutz.

Einhaltung der neuen EURO-2-Abgasnorm

Im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr verfügt die Transalp über ein hocheffektives Sekundärluftsystem für eine vollständigere Verbrennung der Abgase. Zudem verfügt sie über einen Katalysator in dem Vorschalldämpfer der Auspuffanlage. Die Euro-2-Abgasnorm wird damit problemlos eingehalten.

Technische Daten

Motor Flüssigkeitsgekühlter 52°-V2-Viertaktmotor, SOHC, 6 Ventile   Endantrieb Kette
Bohrung x Hub (in mm) 79 x 66   Abmessungen (LxBxH, in mm) 2.260 x 920 x 1.315 mm
Hubraum 647 ccm   Radstand (in mm) 1505
Verdichtung 9,2 : 1   Sitzhöhe (in mm) 843
Gemischaufbereitung 2 Gleichdruck- Flachschiebervergaser mit 34-mm-Ø   Bodenfreiheit (in mm) 192
Max. Leistung 39 kW (53 PS) bei 7.500 min-1 (95/1/EC)
Drosselbar auf 25kW (34 PS)
  Tankinhalt 19 Liter
Max. Drehmoment 55 Nm bei 5.500 min-1(95/1/EC)
Drosselbar auf 51 Nm bei 2.750 min-1
  Bereifung vorn: 90/90-21
hinten: 120/90-17
Zündung Transistorzündung   Radaufhängung vorne: 41 mm Teleskopgabel
hinten: Pro-Link-System mit einstellbarer Druckstufendämpfung
Starter Elektrostarter   Bremsen vorne: 256-mm-Ø Doppelscheibenbremse mit Zweikolbenbremszangen
hinten: 240-mm-Ø Einscheibenbremse mit Einkolbenbremszange
Getriebe 5 Gänge   Trockengewicht 192 kg

Datum der letzten Änderung: 29.3.2006

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