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Auffahrt zum Sölkpaß von Norden kommend


Die Hinweisschilder sollten beachtet werden

Über die niederen Tauern

Strecke: Liezen – Trieben – Pöls – Scheifling – Neumarkt – St. Lambrecht – Murau – Sölkpass – Irdning – Liezen

Streckenlänge: ca. 200 Kilometer

Sie heißen zwar Niedere Tauern, doch dass die Berge trotzdem hoch sind, beweist diese Runde. Bis auf 1788 Meter führt die Strecke in der Steiermark, die aber auch vom Salzburger Lungau aus schnell zu erreichen ist. Wem das immer noch nicht hoch genug ist, kann noch Abstecher über die mautpflichtigen Straßen auf die Edelraute Hütte, die Klosterneuburger Hütte oder die Planner Alm unternehmen.

Liezen und das Ennstal bilden den Ausgangspunkt unserer Tour. Die Bezirksstadt am Fuß des Pyhrnpasses liegt auf 660 Metern Höhe und ist in erster Linie als Einkaufsstadt bekannt. Von hier geht es auf der alten Bundesstraße 113 nach Selzthal und Rottenmann. Dabei kommt man auch bei der Burg Strechau vorbei, einer vor über 1000 Jahren bereits erwähnten Schutzburg mit Bauteilen aus Romanik, Gotik und Renaissance.

Im ehemaligen Bergwerksdorf Trieben, heute eine kleine Industriestadt, ist das älteste Gebäude die 1654 erbaute Taverne. Und hier beginnt die B114 auf den 1278 Meter hohen Triebener Tauern Pass. 500 Höhenmeter sind dabei in 9 Kilometern zu überwinden, kurz vor der Passhöhe gibt es eine Abzweigung auf die Edelraute Hütte (1706 m), kurz nach der Passhöhe (linker Hand) kann man beim Waldgasthof Panorama (ein MOHO-Mitglied) eine kurze Kaffeepause einlegen.

Die Abfahrt ins obere Murtal ist dann eher gemächlich. Dabei kommt man auch am Schaustollen in Oberzeiring vorbei, wo einst Silber geschürft wurde. Hier könnte man abzweigen, um bei der Klosterneuburger Hütte (1902 m) vorbei zu schauen. Über Pöls und die B114a führt die Strecke in das Murtal. Vorbei an der Burgruine Frauenstein, wo einst der Minnesänger Ulrich von Liechtenstein seinen Sitz hatte, geht es auf der B96 nach Scheifling und in Richtung Klagenfurt auf den 995 Meter hohen Perchauer Sattel.

Neumarkt in der Steiermark ist der Hauptort des Naturparks Grebenzen. Hier befindet sich auch die Abzweigung ins Herz des Naturparks mit seinen zahlreichen Themenwanderwegen nach Sankt Lambrecht. Kulturinteressierte wird es hier in das Benediktinerstift ziehen, die großen Kinder eher zur Sommerrodelbahn.

Über ein 21-prozentiges Gefälle geht es dann zurück in das Murtal und hinunter nach Murau. Neben dem Schloss ist hier das Brauereimuseum zu empfehlen: Immerhin wird in Murau seit 1495 Bier gebraut. Das Stadtmuseum ist in einem ehemaligen Kloster untergebracht. Auf der B96 folgt man nun der Beschilderung zum Sölkpass.

Die Straße, die Erzherzog Johann Straße genannt wird, führt am Beginn den Katschbach entlang durch dichten Wald. Nach dem Passieren der Kreutzerhütte gewinnt man durch einige Kehren rasch an Höhenmetern, wobei die letzten bis zur Passhöhe (1788 m) in eher gemächlichen Steigungen abgebaut werden.

Auf der Passhöhe selbst ist die Aussicht leider sehr beschränkt, dafür bietet die nachfolgende Abfahrt überraschende Ausblicke in das Sölktal. Schon kurz nach der Passhöhe geht es über einige Kehren recht steil bergab, bevor die Straße durch den Naturpark Sölktäler nach St. Nikolai führt.

Wegen der exponierten Lage der Zufahrten und des Passes selbst ist der Sölkpass meist bis Ende Mai gesperrt. An beiden Enden der Straße aufgestellte Schilder warnen vor allem die Motorradfahrer vor der kurvenreichen Streckenführung und ersuchen um verhaltene Fahrweise. Da immer wieder eine Sperre der Erzherzog Johann Strasse im Gespräch ist, sollte sich jeder halbwegs verantwortungsbewusste Fahrer auch daran halten, damit diese interessante und schöne Alpenquerung auch zukünftig mit Motorrädern befahren werden darf.

Über Mößna und Großsölk verlässt man das Sölktal und sollte nun die kleine Landesstraße Richtung Liezen wählen. Die parallel verlaufende Bundesstraße ist meistens sehr stark befahren, zudem herrscht Tempo 70 und ein Überholverbot. Gemütlicher geht es über Öblarn, Irdning – von wo noch ein Ausflug auf die 1600 Meter hohe Planner Alm möglich ist – und Aigen nach Döllach, wo schließlich die Enns überquert wird, und zurück nach Liezen.

Links zur Route




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Datum der letzten Änderung: 26.3.2006

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