Krems, eine Stadt am Beginn der Wachau, ist Ausgangspunkt dieser Route, die durch das Alpenvorland sowie die Donauregion führt. Auf der imposanten Donaubrücke wird der größte Fluss Österreichs überquert, um gleich nach der Brücke auf die L 100 Richtung Süden zu fahren. Das Benediktinerstift Göttweig, das schon von weitem sichtbar ist, zählt zu den schönsten Kulturbauten Österreichs und beherbergt auch heute noch zahlreiche Mönche. Herzogenburg, ein Stück weiter im Süden gelegen, zählt ebenfalls zu den Städten an der niederösterreichischen Barockstraße und beherbergt das Augustiner-Chorherrenstift. Dieses wurde bereits im 12. Jahrhundert gegründet. Die Umbaupläne aus dem beginnenden 18. Jahrhundert stammen von Johann Fischer von Erlach. Östlich von St. Pölten führt die Route nun Richtung Böheimkirchen, kurze Zeit später wird die Westautobahn unterfahren und das Alpenvorland beginnt.
Über Fahrafeld und Michelbach, vorbei an einem restaurierten Schloss bei Bergau, trifft man nun westlich von Hainfeld auf die B 18, der ein kurzes Stück Richtung St. Veit gefolgt wird. Hier zweigt nun nach links eine äußerst interessante Strecke Richtung Kleinzell ab. Diese Strecke ist durch die Attraktivität und die Nähe zu Wien und dem damit verbundenen, starken Wochenendverkehr leider immer wieder im Gespräch, für einspurige Kraftfahrzeuge gesperrt zu werden. Eine eher verhaltene Fahrweise und eine Einhaltung des generellen Tempolimits von 70 km/h ist daher angeraten. Zudem bremsen vor allem an den Wochenenden häufige Geschwindigkeitskontrollen und Lärmmessungen das Tempo. Den Halbach entlang verläuft diese schöne Strecke bis zum Gasthof Kalte Kuchl, deren Topfenstrudel in Motorradkreisen bereits Kultstatus besitzt. Eine kurze Rast bei dem, von dutzenden Motorrädern markiertem Gasthaus ist daher durchaus empfehlenswert. Zudem sollte vor dem nun folgenden Ochssattel eine kurze Pause eingelegt werden.
Die folgende Fahrt nämlich zählt zu einer der schönsten in der Umgebung von Wien. Zahlreiche Kurven - mal weitere, mal engere -, eine relativ schmale Straße und immer wieder herrliche Ausblicke auf die umgebende Landschaft machen diese Strecke zu einem Highlight. Man trifft schließlich auf die B21, die relativ unspektakulär nun über St. Aegyd und Kernhof Richtung Mariazell führt. Kurz nach dem Gscheid sollte beim links von der Straße liegenden Gasthaus die Abzweigung nach rechts nicht verpasst werden. Wiederum einer eher kleineren Straße über den Ulreichsberg folgend gelangt man schließlich nach Annaberg.
Ein kurzes Stück folgt man der B 20 nach links, um auf die B 28 zu gelangen, die Richtung Norden führt. Am Naturpark Ötscher-Tormäuern vorbei, in dem einige Wanderwege zur Erkundung einladen, fährt man nun Richtung Norden. Parallel zur Mariazellerbahn über Puchenstuben und St. Anton an der Jeßnitz fährt man nun durch wald- und kurvenreiches Gebiet bis Scheibbs. Hier zweigt man auf die B 29 ab, die nun, ein wenig vom Verkehr befreit nach Mank und schließlich nach Melk führt. Das große Benediktinerstift ist von weitem sichtbar, es zählt zu den bekanntesten Bauwerken Österreichs. Über 90.000 alte Bücher umfasst eine der größten Bibliotheken Österreichs, wertvolle Kulturgüter werden hier aufbewahrt und können bei Führungen auch besichtigt werden. Von Melk aus führt nun am südlichen Donauufer die B 33 durch die Wachau zurück Richtung Krems.
Die Marillenblüte im Frühling lässt diese Landschaft jedes Jahr neu erblühen, zahlreiche Ruinen und Burgen, wie zum Beispiel bei Aggstein oder Dürnstein zeugen von der wechselvollen Geschichte.
www.krems.at
www.stiftmelk.at
www.mank.at
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Datum der letzten Änderung: 26.3.2006
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