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Timmelsjoch


Timmelsjoch


Timmelsjoch

Rund um die Wildspitze

Strecke: Imst - Oetz - Sölden - Timmelsjoch - St. Leonhard im Passeier - Meran - Schlanders - Mals - Reschenpass - Nauders - Pfunds - Landeck - Imst 

Streckenlänge: ca. 260  Kilometer

Eine österreichisch/italienische Route mit den Highlight "Timmelsjoch" und "Stilfserjoch" sowie weiteren äusserst interessanten Straßen.

Imst, dessen Stadtbild von seiner Pfarrkirche bestimmt wird, ist der Ausgangspunkt dieser Route. Von hier aus führt eine kurze Strecke direkt nach Oetz, das am Beginn des Ötztales liegt. Wenn das Wetter es zulässt, kann der wärmste Badesee Tirols, der Piburgersee besucht werden. Er liegt westlich des Ortszentrums. Auf der weiteren Fahrt durch das von den Stubaier Alpen und dem Geigenkamm begrenzte Ötztal gelangt man nach Sölden. Interessante Begegnungen zwischen Motorradfahrern und Schifahrern können am Rettenbachferner gelingen. Dort befindet sich ein Sommerschigebiet, wohin sich an schönen Tagen durchaus ein Ausflug über eine Stichstraße (Achtung, mautpflichtig) lohnen kann. Vom Sitzen müde Fahrer können auch die Ötztaler Gletscherbahn, deren Talstation in Sölden steht, verwenden.

Im weiteren Verlauf gelangt man nun zu einem der Höhepunkte dieser Fahrt. Über die, das Ötztal im Süden verschließenden Ötztaler Alpen, wurde über das Timmelsjoch eine kühne Straße angelegt, die in ihrem Verlauf zu einer der schönsten des Alpenraumes zählt. Auf österreichischer Seite mautpflichtig, schlängelt sie sich mit einigen Serpentinen die Nordseite des Passes hinauf. Das letzte Stück des Passes wird (wie bei sehr vielen Alpenpässen) mittels eines kurzen Tunnels "durchstochen", bevor der Blick Richtung Passeiertal in Italien freigegeben wird. Zahlreiche markante Ausblicke, die vor allem bei schönem Wetter fantastische Fernsichten erlauben machen das Fahren zu einem puren Vergnügen. Immer wieder müssen ob dieser Ausblicke Fotostopps eingelegt werden.

Der Höhenunterschied zur nun folgenden Abfahrt Richtung Meran beträgt über 2.000 Meter, was sich vor allem im Sommer mit einer eindrucksvollen Temperaturzunahme bemerkbar macht. Einen Besuch kann man noch dem Geburtshaus von Andreas Hofer abstatten, ein kleines Museum ist in seinem Geburtsort St. Leonhard in Passaier untergebracht.

Durch große Apfel- und Weinanbaugebiete wird schließlich Meran erreicht. Die folgende Weiterfahrt durch das Vintschgau führt eine Anhöhe entlang, von wo aus das Tal mit seinen wiederum großen Plantagen überblickt werden kann. Kurz nach Schlanders muss nun eine Entscheidung über einen ca. 65 Kilometer langen Umweg getroffen werden. Die Wahl sollte bei zeitgerechtem Eintreffen und schönem Wetter nicht schwer fallen, liegt auf der Umwegstrecke doch eine der faszinierendsten Bergstraßen, das Stilfser Joch. Schon seit prähistorischer Zeit wurde dieser Übergang benützt, im frühen 19. Jahrhundert ließ Kaiser Franz I dann eine Straße bauen, deren Grundlage heute noch vorhanden ist. Durch die enorme Höhe des Überganges von 2.757 Meter werden an Fahrzeug und Fahrer hohe Anforderungen gestellt. Der Leistungsverlust durch den geringeren Sauerstoffgehalt kann bis zu 30% betragen, was bei Überholvorgängen berücksichtigt werden sollte.

Am Pass selbst steht ein Gasthaus, in dem bei plötzlichem Wetterumschwung nicht selten zahlreiche Motorradfahrer vor einsetzendem Schneefall Schutz suchen.
Nach der Abfahrt Richtung Süden sollte die Abzweigung Richtung Wormserjoch (auch Umbrailpass genannt) nicht verpasst werden. Hier befindet sich die italienisch-schweizerische Grenze. In den meisten Fällen werden Motorradfahrer durchgewunken, einen Reisepass sollte man aber auf jeden Fall natürlich mitführen. Über St. Marie und Münstair, wo die Schweiz wieder Richtung Italien verlassen wird, wird Schluderns erreicht. Hier trifft man wieder auf die ursprüngliche Route.

Diese führt nun den Rechensee entlang über den Reschenpass nach Österreich. Als Hauptverbindung Richtung Italien wurde diese Straße in den letzten Jahrzehnten gut ausgebaut. Flott geht es daher Richtung Norden, zu einer kurzen Rast lädt das interessante Schloss Naudersberg ein. Südlich von Nauders steht diese Anlage, verschiedene Stile wurden hier in der langjährigen Geschichte des Schlosses vermischt. Zu einer Grenzfestung gegen die Schweizer wurde es im 15. und 16. Jhdt. ausgebaut. Dies wird auch heute noch durch den wehrhaften Charakter angezeigt. Zurück zum Ausgangspunkt führt die Route nun das Inntal entlang über Tösens und Landeck.

Links zur Route




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Datum der letzten Änderung: 26.3.2006

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