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Der Lindwurm, das Wahrzeichen Klagenfurts.
Foto: Stadtpresse Klagenfurt

Ein Hauch von Amerika mitten in Kärnten - Minimundus
Foto: Minimundus

Burg Hochosterwitz
Foto: Burg Hochosterwitz
Start ist in der Kärntner Landeshauptstadt Klagenfurt. Rose vom Wörthersee nennt sich die Stadt rund um den Lindwurm voller Stolz, die mit Altem Platz, Landhaus und einer Reihe herrlicher Palais aus dem 17. Jahrhundert aufwarten kann. In und um Klagenfurt gibt es darüber hinaus eine ganze Reihe an Schlössern und Burgen wie Hallegg, Maria Loretto oder Freyenthurn. Über die B70 in Richtung Wien und die B92 geht es nordöstlich hinaus aus der Stadt und ins untere Gurktal.
Von Brückl aus böte sich ein Abstecher über die B82 zur wahrscheinlich imposantesten Burganlage Kärntens an, nach Hochosterwitz. Die heute noch im Familienbesitz befindliche Burg erhielt unter dem damaligen Landeshauptmann Georg Freiherr von Khevenhüller Mitte des 16. Jahrhunderts ihr heutiges Aussehen – mit Ausnahme des nachträglich eingebauten Aufzugs, mit dem man sich den Weg durch die 14 Tore erspart.
Zurück auf der B92 führt der Weg vorbei an der Feste Eberstein immer am Fuße der Saualpe entlang an die Landesgrenze mit der Steiermark – und in ein kleines Dorf namens Noreia, das aber eine große Vergangenheit hat. Zur Zeit seiner weitesten Ausdehnung im ersten Jahrhundert nach Christi erstreckte sich das Römische Reich auch über weite Teile des heutigen Österreich. Den größten Teil davon beanspruchte die Provinz Noricum, ein von den Kelten erobertes Königreich, dessen Hauptstadt Noreia war. Ausgrabungen beider Kulturen zeugen auch heute noch davon.
Am Fuße der Seetaler Alpen geht es weiter nach Neumarkt in der Steiermark, dem Hauptort des Naturparks Grebenzen. Hier befindet sich auch die Abzweigung ins Herz des Naturparks (mit seinen zahlreichen Themenwanderwegen) nach Sankt Lambrecht. Kulturinteressierte wird es hier in das Benediktinerstift ziehen, die großen Kinder eher zur Sommerrodelbahn.
Über ein 21-prozentiges Gefälle geht es dann in das obere Murtal und hinunter nach Murau. Neben dem Schloss ist hier das Brauereimuseum zu empfehlen: Immerhin wird in Murau seit 1495 Bier gebraut. Das Stadtmuseum ist in einem ehemaligen Kloster untergebracht. Die Route führt nun auf der B97 westwärts. Warum die Region auch „Holzwelt Murau“ genannt wird, erschließt sich im einige Kilometer entfernten Sankt Ruprecht mit seinem Holzmuseum.
In Stadl an der Mur ist die Einstiegsstelle für das Murtal-Rafting. In Predlitz (unmittelbar an der Grenze zum Salzburger Lungau) befindet sich die Abzweigung zur B95 und auf die Turrach. Die Auffahrt auf die auf 1783 Metern gelegene Passhöhe, die auch die Landesgrenze zurück nach Kärnten bildet, verläuft eher gemütlich. Oben im Ort lässt es sich nicht nur am See gut rasten, für die Gäste gibt es auch eine Sommerrodelbahn mit herrlichem Ausblick und das Mineralienmuseum.
Auf der Abfahrt erwartet die Biker mit einem Gefälle von bis zu 23 Prozent dann eine echte Herausforderung – aber keine Angst, die steilsten Stücke sind kurz. Umgeben von den sanften Bergkuppen des Nationalparks Nockberge geht es zunächst nach Patergassen, wo im Reptilienzoo die größte Ausstellung lebender Gifttiere Europas zu sehen ist. Hier ist außerdem die Abzweigung auf die B88 und nach Bad Kleinkirchheim. Die erste Heilquelle des auch als Wintersportzentrum bekannten Geburtsortes von Skilauflegende Franz Klammer ist seit 1437 dokumentiert.
Über Radenthein, bekannt vor allem durch den Magnesit-Abbau, geht es auf der B98 vorbei an Brennsee und Afritzer See nach Treffen und an den Ossiacher See. Kurz vor Villach ragt die Burg Landskron unübersehbar über Stadt und See. Das fast 500 Jahre alte Bauwerk brannte im 19. Jahrhundert nach einem Blitzeinschlag völlig aus und ist heute als Hotel-Restaurant und mit seiner Greifvogelschau weit über die Grenzen Kärntens hinaus ein Begriff.
Die Stadt Villach kann neben seiner Altstadt – ein echter Tipp ist die Häuserzeile entlang des Drau-Ufers – und der Therme Warmbad unter anderem mit dem Fahrzeugmuseum punkten. Schwerpunkt der kleinen, aber feinen Ausstellung sind die 50er Jahre und da wiederum Motorroller „Made in Austria“ wie Puch RL 125 oder Lohner Mobylette. Zu sehen sind an die 200 Exponate vom Goggomobil bis zum Puch 500.
Auf der B83 geht es über Wernberg und Velden immer am Südufer des Wörthersees entlang zurück nach Klagenfurt, wobei ein Blick vom Pyramidenkogel ebenso noch eingeplant werden sollte wie ein Besuch im Minimundus, der 26 000 Quadratmeter großen „kleinen Welt am Wörthersee“, wo 150 Modelle der schönsten Bauwerke aus allen fünf Kontinenten bis ins kleinste Detail nachgebaut wurden.
Tourismus in Klagenfurt
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Datum der letzten Änderung: 26.3.2006
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